Erzgebirgische Dorfspitznamen (2)

Von Wilhelm Günther, Leipzig. (Mit Genehmigung des Verfassers aus früheren Heimatschutzblättern.) (Fortsetzung.) Ferner sind auch merkwürdige Angewohnheiten und Reden oft Ursache dazu gewesen. Der Bügelhuchkarl wurde so genannt, weil er bei jeder Gelegenheit, wo er fidele und lustige Gesellschaft traf, sagte: „Do gieht’s doch bügelhuch har“, und der Kaseiedeward führte seinen Namen deswegen, weil seine … Weiterlesen

Die schwarze Binge.

Von Franz Ettig, Eibenstock. In Fichtennacht gebettet, schläfst du ein.Ein Rauschen in den Kronen wiegt dich leis.Kaum hörst du noch die bunten Häher schrein.Der Wald umgab dich mit dem Zauberkreis.Traumwandelnd wirst du seitwärts hingeführt.Wo sich die Lichtung vor den Blicken breitet.Hast du ein Ziehn, magnetisch, fremd, versprüht?Nun fühlst du tief, wie es dich weiterleitet. Dann … Weiterlesen

Bilder von einer Wanderfahrt durch das Erzgebirge vor 80 Jahren (4)

(Fortsetzung unserer Artikel in Nr. 40, 41 und 42 der „Erzgebirgischen Heimatblätter“.) Dicht vor der altchemnitzer Vorstadt hat sich das, über eine Stunde lange, schöne Dorf Altchemnitz in einem flachen Bogen gegen Süden zwischen Wiesen und Feldern ausgespannt, auf dessen Sehne die Chaussee hinläuft, bis sich der Chemnitzfluß mit der Würschnitz vereinigt. Eine Menge riesenhafter Spinnfabriken werden, dem Dorfe entlang, … Weiterlesen

Erzgebirgische Dorfspitznamen.

Von Wilhelm Günther, Leipzig. (Mit Genehmigung des Verfassers aus früheren Heimatschutzblättern.) Kommt da neulich zum ersten Male ein Reisender in ein obererzgebirgisches Dorf. Geschäftsbeflissen, wie solche Leute immer sind, nimmt er sein Buch heraus und studiert, indem er die Runde durchs Dorf antritt, das Kundenverzeichnis seiner Firma. Er fragt eine ihm entgegenkommende Frau: „Bitte, wo … Weiterlesen

Wenn Altweibersommer-Fäden spinnen.

Aus der Gründerzeit der Buchholzer Posamenten-Industrie. Guido Wolf Günther Erzgebirgische Heimatblätter Nr. 42 – Sonntag, den 17. Oktober 1926, S. 2 Leider hält sich diese Version der Geschichte bis heute, obwohl bereits Louis Bartsch (1905) und zuletzt Joachim Reim (2002) diese widerlegt haben. Nun leb‘ wohl, du kleine Gasse. Stand da auf der Langen Gasse in … Weiterlesen