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Geyer als Wintersportplatz des Greifensteingebietes

Ein Rückblick auf seine Entwicklung

(2. Fortsetzung)

Illustriertes Erzgebirgisches Sonntagsblatt 134. Jahrgang Nr. 7 vom 16. Februar 1941. S. 1.

Diese Werbung unter der Jugend kam der WSA zugute, die sich nun nicht nur mit ihren fast 130 Mitgliedern, sondern auch mit einer noch größeren Jugendgruppe in die Wettbewerbe des Sächsischen Skiverbandes einschaltete und in Bärenstein und Rittersgrün, in Oberwiesenthal und Annaberg und anderen Orten nicht nur zahlenmäßig, sondern auch technisch mit in vorderster Linie stand.

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Die Skihütte des WSV-Geyer am Tag der Weihe: 1. November 1930. (Photo: WSV-Geyer)

Skiabffahrt, Uebungswiese und Sprungschanze.

An besonders für den Wintersport angelegten Anlagen hatte Geyer außer jener ersten behelfsmäßigen, im freien Gelände markierten Rodelbahn seit 1911 an der Walthershöhe einen von den Stadtvätern bewilligten Durchhieb durch den Hochwald, an den sich im selben Jahre bei Bepflanzung des Schubert-Feldes zum Stadtpark eine kurvenreiche Skiabfahrt und am Buchenhain eine windgeschützte Uebungswiese anschlossen. Diesen Anlagen gesellte sich dann im Jahre 1924 am Osthange des Schlegelsberges die Sprungschanze zu, deren Planung durch die WSA angeregt und durch den Erzgebirgsverein gefördert wurde. Wieder stellten die Stadtväter den bestgeeigneten Hang unentgeltlich und pachtfrei zur Verfügung. Sie hat sich als hervorragende Uebungsschanze für den Nachwuchs in den 17 Jahren ihres Bestehens bestens bewährt und die Probe bestanden bei unzähligen örtlichen Veranstaltungen und bei den Kreiswettkämpfen 1926, 1931, 1936, 1940 und 1941. Als „Max-Liesche-Schanze“ ist sie der Springergilde Mittelsachsens und des Erzgebirges bekannt, als „Sprungschanze am Schlegelsberg der Stadt Geyer“ wird sie, nachdem sie städtisches Eigentum geworden ist und einem umfassenden Umbau entgegengeht, auch in der Zukunft zum Wettkampf rufen!

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Frauen- und Mädchen-Wettlauf 1922 in Geyer. (Photo: WSV-Geyer)

An allen Bauten und Veranstaltungen hatten die sportbegeisterten Mitglieder – auch die Frauen und Mädels – hervorragenden Anteil. Sie opferten Geld und freie Zeit, leisteten freiwillige Arbeitsstunden beim Schazenbau.

(Fortsetzung folgt.)