Illustriertes Erzgebirgisches Sonntagsblatt 134. Jahrgang Nr. 9 vom 2. März 1941. S. 4.
1590 war ein unheimlich trockenes Jahr. 38 Wochen lang regnete es keinen Tropfen. Auch das Erzgebirge wurde von dieser Dürre hart betroffen. Das Fuder Heu kostete hier über dreißig Gulden.
1546 machte erstmalig der Bergwerksverständige Justus Rabe auf den Wert des marmorartigen Steines aufmerksam, der sich bei Zöblitz fand. 1613 bestätigte Kurfürst Georg I. die Innungsartikel der ersten Steindrechsler-Innung der Welt zu Zöblitz.
1613 ging die Pest im ganzen Erzgebirge zwischen Freiberg und Schneeberg um. In Freiberg starben 1400 Menschen. In Wolkenstein plünderte der Totengräber im Verein mit dem Diakonus die Pesttoten aus. Nachdem die Pest erloschen war, sprach man das Urteil über den einen der Verbrecher. Der Geistliche war geflohen. Der Totengräber wurde mit glühenden Zangen gerissen, gerädert und verbrannt.
1628 wurden bei der kurfürstlichen Jagd um Grumbach bei Jöhstadt 570 Hirsche erlegt. 1629 schoß der Kurfürst im Kriegwald bei Rübenau eine Bärin und im Jahr darauf bei Reitzenhain „einen ungemein großen Bären“.
J. B.