Erzgebirgische Heimatblätter. Beilage der Obererzgebirgischen Zeitung. Nr. 34 – Sonntag, den 17. August 1930, S. 4

In der Grenzgemeinde Bärenstein fand, wie die „O. Z.“ eingehend berichtete, ein kulturgeschichtlich wichtiger Akt statt: Die Weihe der neuen Schule. Aus Anlaß dieses Ereignisses war eine Anzahl ausgezeichnet verlaufener Veranstaltungen vorgesehen. Der Sonnabend brachte die Weihe der Schule, bei der Bezirksoberschulrat Prof. Dr. Arnold die Rede hielt und Architekt Ebert, der Schöpfer des vorbildlichen Baues, die Schlüssel desselben Herrn Schulleiter Held übergab. All dies ist von uns eingehend geschildert worden. Abends vereinigten sich die z. T. auch aus weiterer Ferne herbeigeeilten Festteilnehmer zu einem echt gebirgisch verlaufenen Heimatabend im „Sächsischen Haus“. Der Sonntag brachte dann den Kirchgang und vor allen Dingen einen hochinteressanten Festzug, dessen einzelne Gruppen mit außerordentlicher Liebe vorbereitet und erstellt waren. Das heimatliche Leben spiegelte sich in ihnen in echtesten Formen wieder, sodaß man sich nicht satt sehen konnte an all den Festwagen, Fußgruppen usw., die den Zug bildeten. Beistehend haben wir einen der Festwagen, der der Verherrlichung der erzgebirgischen Schnitzerei dient, im Bilde festgehalten, ebenso den feierlichen Akt der Schlüsselübergabe. Ein großes Volks- und Schulfest auf dem Marktplatz bildete den Abschluß der Weihefestlichkeiten: auch hier ein ungemein reges Leben und Treiben, in dessen Mittelpunkt vor allem die Kinderwelt stand, für deren Kurzweil wunderschön gesorgt war.
