Die Geschichte von der Fastnachtsbrezel

Von Schuldirektor Paul Thomas. Gar tiefer Sinn liegt oft im kind´schen Spiel, hat ein Dichter einmal behauptet, und wer wollte dem Dichter darin nicht recht geben? Viele Kinderspiele sind zurückzuführen auf alte heidnische Gebräuche und Kulte oder auf Zeremonien ähnlicher Art aus der Zeit der ersten Christenheit. Wenn am Fastnachtstage unsere Jugend durch die Straßen zieht, … Weiterlesen

Erinnerungen (3)

Gesammelt von Carl Klubescheidt. Dort, wo heute am Schlettauer Markt, an der Seite nach der Kirche zu, schöne Anlagen sich befinden, die unser Stadtbild beleben, stand früher das Brauhaus. Auch zu damaliger Zeit hatte die Steuerbehörde eine offene Hand im Einnehmen, und regelmäßig erschien ein Steueraufseher. Um den erforderlichen Respekt zu erzielen, erschien er „zu Pferde“, … Weiterlesen

Weidmannsheil aus alter Zeit

Von Wald und Wild in der Heimat vergangenen Tagen. Von Lehrer H. Dietrich. Winterliches Demantgefunkel deckt wieder einmal den heimatlichen Forst. Ehrfurchtsvoll neigen die stolzen Tannen und Fichten ihre schwerbeladenen Zweige vor des Winters grimmiger Majestät! Ist er nicht auch in diesem glitzernden schneeichten Gewande unbeschreiblich reizvoll, unser lieber Heimatwald? Ein Zufluchtsort für jeden, der einmal … Weiterlesen

Schlettauer Schreckenstage (2)

Von Lehrer Hans Thomas, Großrückerswalde. 2. Die Bauernrevolte 1525. Luthers Schrift: „Von der Freiheit eines Christenmenschen“ war in verschiedenen Kreisen des Volkes falsch verstanden worden. Besonders die unter der Leibeigenschaft schwer seufzenden Bauern hatten aus dem Buche des Reformators ein Evangelium der Erlösung vernehmen wollen, und so kam es, daß sich, in Süddeutschland namentlich, der … Weiterlesen

Der Schlettauer Schnitzverein (2)

Von Oberlehrer Gustav Röhling. In der Sitzung am 26. Januar wurde die Frage laut: Könnten wir uns nicht auch im Figurenschnitzen versuchen? Von da an wurden jeden Donnerstag abend Schnitzmesser und Lindenholz zur Hand genommen und probiert, und siehe da, es ging. Wohl war unter unseren ersten Fabrikaten manch mißlungenes Stück – schade um´s schöne Holz … Weiterlesen