Das „Elysium“ in Thum abgebrannt.

Erzgebirgische Heimatblätter. Beilage der Obererzgebirgischen Zeitung. Nr. 8. – Sonntag, den 17. Februar 1929. S. 4.

Kopie
Überreste des „Elysium” in Thum.

Am Sonntag, den 10. Februar, brannte in Thum eine weithin bekannte Tanz- und Vergnügungsstätte, das „Elysium“ ab. Das Feuer verbreitete sich mit rasender Geschwindigkeit und bald war das gesamte Bauwerk ein großes Flammenmeer. Der Besitz der 11 Familien, die das Haus mit bewohnten, konnte nur zum Teil gerettet werden, da die Arbeiten hierbei sehr gefährlich waren. Mit Mühe und Not gelang es, eine alte Frau vor dem Feuertod zu retten, ebenso einen alten Mann aus dem Obergeschoß. Ein 90jähriger männlicher Hausbewohner wurde ein Opfer des Feuers. Die Löscharbeiten waren sehr schwierig, da das Wasser in den Schläuchen gefror. Auch das Vordringen auf dem vereisten Gelände war mit Gefahren verbunden, ebenso waren die Leitern vereist. Das „Elysium“ brannte bis in die Kellerräume hinein aus. Unser Bild zeigt die Ueberreste des Gebäudes, die lediglich stehengebliebenen Brandmauern.