Glückauf zur Hauptversammlung des Erzgebirgsvereins in Buchholz.

Erzgebirgische Heimatblätter. Beilage der Obererzgebirgischen Zeitung. Nr. 40 – Sonntag, den 28. September 1930, S. 1.

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Buchholz vor 100 Jahren.

Es ist ein Städtebild von Buchholz, aus der Zeit von vor etwa 100 Jahren, das unsere Leser nebenstehend grüßt. Malerisch liegt die Stadt mit ihren Dächern und Zinnen da, tirolerisch mutet das Bild mit den sich staffelnden Gebäuden an, mit dem schönen alten Gotteshaus und dem ganzen Reiz der heimatlichen Landschaft. Ist es nicht so, als ob man auf ihm die Ahnen daherschreiten sähe, als ob man selbst mit in dem Schlitten vorn säße, auf dem die Vorfahren dahinglitten, um die Schönheit der Heimat zur Winterszeit zu genießen. Freilich vieles ist anders an diesem Bild geworden, aber es ist doch die Hamit, die uns aus ihm grüßt. Da sehen wir u. a. direkt unter der Kirche das ehemalige Buchholzer Rathaus, dort, wo heute das große Gebäude der Gebrüder Roscher an der Karlsbader Straße steht. Den Marktplatz erkennt man ebenfalls deutlich und sieht dort, wo heute das Rathaus steht, ein kleines Gebäude mit Tor, das alte Buchholzer Brauhaus, sowie rechts daneben das Kurfürstenhaus mit Münze, ein größeres Gebäude mit Tor. Zwischen Kirche und Rathaus, rechts, da wo die Kirchenfenster nur ein wenig über dem Dach hervorlugen, erblickt man das alte Sühnel-Haus, da, wo heute die Schulturnhalle steht. Und noch manches andere mehr erzählt dies Bild aus der Zeit, da man noch 1830 schrieb, und seit der, ach so vieles, anders, nicht nur in Buchholz, geworden ist.

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Die Schwesterstädte Annaberg und Buchholz von der Frohnauer Seite aus gesehen.

(Fortsetzung.)