Das Ende eines bedeutenden erzgebirgischen Industrieunternehmens.

Erzgebirgische Heimatblätter. Beilage der Obererzgebirgischen Zeitung. Nr. 34 – Sonntag, den 17. August 1930, S. 4

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Das Umlegen der großen Esse der Erzgebirgischen Maschinenfabrik in Schlettau.

Schlettau erlebte dieser Tage einen für sein Wirtschaftsleben tiefbedauerlichen Akt. Wie bereits mitgeteilt, wird dort die einst in so hoher Blüte gestandene Erzgebirgische Maschinenfabrik Naumann, die Hunderte von Arbeitern jahrein, jahraus beschäftigte, niedergerissen, da der Zahn der Zeit an den ausgedehnten Anlagen derart genagt hat, daß eine Wiederinbetriebnahme nach der jahrelangen Stillegung mit der Aufwendung riesiger Summen verbunden gewesen wäre, deren Aufbringung sich auf keinen Fall rentiert hätte. Schweren Herzens ging man deshalb an den Abbruch des Werkes, und dieser Tage wurde nun das weithin sichtbar gewesene Wahrzeichen der Fabrik, die große Esse, umgelegt. Beistehende Bilder, die von den Herren Schlossermeister Trescher und Hotelbesitzer Schlegel („Weißes Roß“) hergestellt wurden, zeigen den Vorgang.